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Technischer Weiterbildungstag

Aktualisiert: 5. Apr.


Wer glaubt, dass eine 10-köpfige Band für ein Konzert einfach ein paar Monitore positioniert, Mikrofone anschliesst um schnell hinein zu hauchen, sich dann auf die Bühne stellt, und los geht's, der irrt gewaltig.

Was alles benötigt wird, bis eine Band spielbereit auf der Bühne steht, wieviel technischen Aufwands es bedarf, und wie viele Details unweigerlich beachtet werden müssen, haben wir im Zuge des technischen Trainingstages vom 24.2.24 so richtig zu spüren bekommen.

Was auf Anhieb so selbstverständlich und einfach erscheint, ist in Tat und Wahrheit hohe Schule.

Mit dem technischen Weiterbildungstag verfolgten wir zwei Ziele:

  • Effizienzsteigerung beim gemeinsamen Auf- und Abbau ( wann wird was, wie hingestellt )

  • Förderung des Verständnisses für technische Details ( Ursache - Wirkung )

Wir haben das Glück, dass unser musikalischer Leiter Sandro nicht nur ein top Schlagzeuger und begnadeter Arrangeur, sondern auch noch studierter Tontechniker ist. So hat er uns mit seinem umfangreichen Fachwissen durch den Tag geführt und uns so manchen AHA-Moment beschert.

Unter anderem demonstrierte er uns die Vor- und Nachteile verschiedener Soundanlagen. Spannend für uns war das Testen unterschiedlicher Mikrofone. Wir lernten, wie ein dynamisches Mikrofon im Gegensatz zu einem Kondensator Mikrofon auf Stimmen reagiert und was dabei unbedingt beachtet werden muss. Auch wie ein Tontechniker das Mikrofon für ein bestimmtes Instrument positioniert, und warum der Musiker dessen Position vor und nach einem Solopart zwingend verändern muss, wurde uns nochmals explizit erläutert. Sandro demonstrierte uns, wie es klingt, wenn solche wichtigen Details nicht beachtet werden. Des weiteren zeigte er uns auf, welche technischen Fehler am meisten begangen werden und warum. Ein Klassiker: die Phantomspeisung geht vergessen...

Auch was das Publikum wahrnimmt, und was wir als Musiker auf der Bühne empfinden, sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Manchmal hat man als Musiker das Gefühl, ein Instrument sei

zu laut, die Stimme des Sängers zu leise, die Drums zu durchdringend und, und, und...

Damit wir am eigenen Leib erfahren konnten, wie es aus Sicht des Publikums klingt, musste jeder einzelne von uns als Zuschauer Platz nehmen, hinhören und anschliessend auf der Bühne denselben Song mitspielen. Was für ein frappanter Unterschied! Wissen und erfahren ist eben nicht dasselbe. Und an dieser Stelle sei es nochmals klar gesagt: Wir spielen für das Publikum, und nicht für uns Musiker, ergo zählt, wie es im Saal klingt.

Ein weiteres wichtiges Thema war die Positionierung der Monitore. Sandro machte uns nochmals deutlich klar, wie wichtig dezidierte Rückmeldungen unsererseits sind, damit der Tontechniker die feinen Einstellungen vornehmen kann.

Zum Schluss lernten wir noch wissenswerte Unterschiede zwischen einem analogen und einem digitalen Mischpult kennen. Es wäre vermessen zu behaupten, dass wir nach diesem Trainingstag betreffend Technik Profis seien, aber wir haben alle sicher viele neue Erkenntnisse gewonnen, die für künftige Gigs hilfreich sind.

Fazit: Je besser ein Musiker über technische Abläufe Bescheid weiss, umso differenziertere Rückmeldungen kann er geben, was sich für den Soundcheck vorteilhaft erweist.




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