Das heisse Konzert in Töss
- Regula Bucchioni

- 17. Aug.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 1 Tag

Wieder einmal mehr sind wir bestätigt worden, dass Mund zu Mund Propaganda für uns die beste Werbung ist. Auf Empfehlung hin wurden wir angefragt, ob wir bereit wären, anlässlich der "Tössemer Dorfet 2026" aufzutreten.
Klar, dass wir zusagten, denn als Band, die italienische Songs der 50er bis 70er Jahre zum Besten gibt, war dieser Auftritt eine Herzenssache. Im Tössfeld in Winterthur wohnten nämlich einst viele italienische Gastarbeiter, die in den 50er bis 70er Jahren Arbeit bei der Gebrüder Sulzer AG, Rieter, der Lokomotivfabrik (SLM) usw. fanden. Und sie waren es, die unter anderem die italienischen Songs dem Schweizer Volk näher brachten:von Azzurro bis Volare. Dies bestätigte uns auch eine Zeitzeugin, die uns im Vorfeld darüber berichtet hatte und am Freitagabend auch mit von der Partie war.

Wir hatte die grosse Ehre, die "Tössemer Dorfet 2026" musikalisch eröffnen zu dürfen.
Bei grosser Hitze, weit über 30 Grad, starteten wir Punkt 19:00 mit unserem Spettacolo. Dass an diesem Abend auch das Publikum mit den hohen Temperaturen zu kämpfen hatte war offensichtlich, denn normalerweise wird schon während der Eröffnungsnummern mitgesungen und mitgetanzt. An diesem ausserordentlich heissen Freitagabend zog man es aber allgemein vor unter den Schatten spendenden Bäumen sitzen zu bleiben und unseren Klängen zu lauschen. Aber dafür wurden eifrig Handys gezückt. Wahrscheinlich wollte das Publikum uns konservieren und später, bei angenehmeren Temperaturen, nochmals geniessen...

Aber es gab da doch noch ein paar, die pausenlos mit wippten. Und ein älteres Ehepaar liess es sich nicht nehmen das Tanzbein zu schwingen.
Für Abkühlung sorgte Sonja, die sich mit ihrem Gelati-Velo in der Nähe der Bühne platziert hatte und zur italienischen Stimmung beitrug, während unser Moderator Pietro das Publikum durch unser 75-minütiges Programm führte. Mit seinen Anekdoten sorge er für zustimmendes Kopfnicken im Publikum. Manch einer erinnerte sich sehr wohl an die Fahrten über den St. Gotthard um nach Italien zu gelangen und das Bezahlen mit Lire.
Dass unser im wahrsten Sinne des Wortes heisses Konzert trotz Hitze Anklang gefunden hatte, bewies uns der nicht enden wollende Applaus und die Zurufe "Zugabe" am Schluss.
Wer uns kennt, weiss, dass wir immer mal wieder etwas Neues im Köcher haben. So machten wir als Zugabe einen Abstecher in die 80er Jahre. Unser Sänger Franco präsentierte zusammen mit Sandra ein Gesangsduett, das, wie könnte es auch anders sein, aus den Federn unseres musikalischen Leiters Sandro stammt: Ein Hit-Medley der "Ricchi & Poveri" - "Sarà perchè ti amo"-"Made in Italy" und "Mamma Maria".
Für einmal beendeten wir unser Spettacolo mit heissem Italo Pop, entsprechend den herrschenden Temperaturen.



